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Auszeit auf Österreichs besten Bio-Höfen.

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Permakultur-Erlebnis in Eich: Wie Bio-Höfe Besucher erfolgreich einbinden

Nach Angaben von blick aktuell rückt das Permakultur-Gelände in Eich bei Andernach verstärkt in den touristischen Fokus.

Permakultur-Erlebnis in Eich: Wie Bio-Höfe Besucher erfolgreich einbinden

Eine Teilgruppe der Andernacher Gästeführer hat das Areal gemeinsam mit Matthias Eultgen und Bernhard Missong von der betreibenden Perspektive gGmbH erkundet. Der Besuch an einem leicht verregneten Dienstag lieferte Hintergrundwissen zu Pflanzenwelt und Tierhaltung, das die Guides künftig an Besucher weitergeben. Für Bio-Hof-Betreiber zeigt das Modell, wie ein frei zugängliches Gelände mit Hofladen dauerhaft als Ausflugsziel funktioniert.

Was die Andernacher Guides sahen

Die Teilgruppe besichtigte nach Angaben des Berichts den Hofladen, einen mobilen Schulwagen sowie weitere Einrichtungen des Geländes. Eultgen und Missong informierten über Pflanzenvielfalt und Tierwelt der Anlage. Das Gelände ist ganzjährig frei zugänglich; ausgewiesene Spazierwege ermöglichen eigenständige Rundgänge, Tierbeobachtung und Hofladenbesuch ohne Anmeldung. Der Hofladen hält regionale Produkte aus Eigenproduktion bereit.

Was sich auf einen Bio-Hof übertragen lässt

Drei Bausteine machen das Eich-Modell für niedrigschwellige Hoferlebnisse relevant: freier Zugang ohne Eintrittshürde, sichtbare Produktion und Hofladen als Ankerpunkt. Für Höfe mit ähnlichem Profil heißt das konkret: beschilderte Spazierwege, klar kommunizierte Hofladen-Öffnungszeiten und eine feste Ansprechperson für Gruppenführungen. Der mobile Schulwagen, wie er in Eich genutzt wird, ist ein vergleichsweise günstiger Einstieg in Bildungsangebote, ohne bestehende Gebäude umwidmen zu müssen. Prüfpunkt für heimische Bio-Höfe: Welche der drei Komponenten sind bereits vorhanden, welche fehlen? Wer keinen festen Guide-Partner hat, sollte zumindest eine Selbstführer-Route mit kurzen Info-Punkten an den Stationen anbieten. Die Andernacher Gästeführer fungieren als Multiplikatoren – ein Konstrukt, das sich auf touristische Bio-Höfe übertragen lässt, sofern Kooperationen mit regionalen Gästeführer-Vereinigungen zustande kommen.

Zweites Beispiel: Helfensteine bei Kassel

Die Gemeinschaft Lebensbogen an den Helfensteinen lädt am Samstag, 29. August, um 15 Uhr zu einer rund 1,5-stündigen Führung über das parkähnliche Gelände. Vor etwa zwei Jahren hatten über 100 Garten- und Landschaftsbauer das Areal unentgeltlich umgestaltet: alte Wegplatten wurden zu Trockenmauern aufgeschichtet, absterbende Bäume liefern Lebensräume für unterschiedliche Arten. Teil des Rundgangs ist der Permakulturgarten zur Selbstversorgung – mit Fokus auf natürliche Kreisläufe, gezielte Pflanzenanordnung zur Stärkung der Bodenproduktivität und der natürlichen Widerstandskraft. Treffpunkt ist die Außenterrasse des Café Helfensteine; die Teilnahme ist frei, Spenden willkommen.