Bio-Erlebnistag im Kloster Plankstetten: Ein Modell für erfolgreiche Hofevents
Am 12. September öffnet die Benediktinerabtei Plankstetten in Berching (Bayern) ihre Tore zum Bio-Erlebnistag.

Wie die Klosterbetriebe mitteilen, wurde die Premiere im Vorjahr von der Jury der Bio-Erlebnistage Bayern als einer der fünf besten Bio-Erlebnistage des Jahres ausgezeichnet. Für Bio-Betriebe in Oberösterreich, die über Hofevents nachdenken, liefert die Veranstaltung ein präzises Ablaufmuster.
Was Besucher erwartet
Der Tag bündelt landwirtschaftliche Praxis und Verkostung in einem klar strukturierten Programm. Drei Mitmach-Stationen stehen im Zentrum: eine Hofführung auf dem Klostergut Staudenhof, gemeinsames Streuobstpflücken mit anschließender Saftherstellung und die Kartoffelernte auf dem Klosteracker. Für die drei Aktionen ist wegen begrenzter Teilnehmerzahlen eine Anmeldung erforderlich, Frist ist der 9. September.
Parallel dazu berichtet Bäckermeister Bonifatius Holzmann in einem Gespräch vom Handwerk einer Bio-Bäckerei. Der BUND Naturschutz Neumarkt gestaltet Mitmach-Aktionen für Kinder und Erwachsene.
Kulinarik und regionale Wertschöpfung
Im Klosterinnenhof und im Biomarkt präsentieren das Kloster und regionale Betriebe ihre Bio-Spezialitäten zur Verkostung: Grillfleisch, Kürbissuppe, verschiedene Kartoffelsorten, süße Knödelvariationen, Käse, Wurst und Brot. Dazu kommen Kaffee, Bier und Wein. Als Gastbetriebe sind das Riedenburger Brauhaus, das Weingut Rothe, Burgis und Café Fino angekündigt. Ein Kartoffel-Feuer im Innenhof bildet den sozialen Anker des Tages. Die Teilnahme am Erlebnistag ist kostenfrei.
Übertragbarkeit auf oberösterreichische Höfe
Die Plattner Konzeption folgt einem Modell, das sich direkt auf hiesige Bio-Höfe mit Event-Charakter übertragen lässt: landwirtschaftliche Kernprozesse (Ernte, Pressen, Backen) als erlebbare Stationen, dazu ein kuratiertes Verkostungsformat mit klar benannten Erzeugern aus der Region und moderierte Handwerksgespräche statt reiner Show. Wer einen vergleichbaren Tag plant, sollte drei Parameter vorab fixieren: maximale Teilnehmerzahl pro Station, Anmeldefrist (hier zehn Tage Vorlauf) und das Verhältnis von Mitmach- zu Konsum-Anteilen — in Plankstetten halten sich beide die Waage.
Detailprogramm und Anmeldung laufen über die Klosterwebsite. Der Termin liegt vor der oberösterreichischen Ernte-Hauptsaison und damit günstig für alle, die ein eigenes Hofevent im Spätsommer oder Herbst konzipieren wollen.