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Auszeit auf Österreichs besten Bio-Höfen.

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Dürre in Oberösterreich: Wie Rieder Bio-Höfe ihre Existenz sichern

Wie MeinBezirk.at berichtet, greifen Betriebe im Bezirk Ried bereits Anfang September auf ihre Winterfutterreserven zurück.

Dürre in Oberösterreich: Wie Rieder Bio-Höfe ihre Existenz sichern

Extreme Hitzeperioden verursachen massive Ausfälle beim dritten und vierten Grünlandschnitt, viele Höfe müssen Viehbestände vorzeitig reduzieren. Für die Bio-Höfe in Oberösterreich mit Ferienhausvermietung und Hofprogramm ist die Lage mehr als ein agrarwirtschaftliches Randthema – sie trifft Stall, Hofladen und Kalkulation gleichzeitig.

Ausfälle beim dritten und vierten Schnitt

Die Wiesen rund um Ried liefern beim dritten und vierten Schnitt deutlich weniger Masse als in durchschnittlichen Jahren. Hitze und ausbleibende Niederschläge bremsen das Graswachstum auf den Grünlandflächen massiv. Reserven, die in normalen Jahren erst im Spätherbst und Winter zum Einsatz kommen, werden jetzt verbraucht. Die betriebliche Entscheidung lautet in vielen Fällen nicht ob, sondern wie viel Vieh vorzeitig abgegeben wird.

Warum Bio-Betriebe strukturell verwundbarer sind

Bio-Höfe in der Region arbeiten mit engen Fruchtfolgen, ohne mineralischen Stickstoffdünger und häufig mit Heumilch- oder Weideprogrammen. Genau diese Logik reduziert die Puffer bei Wetterextremen. Weniger Ertrag pro Schnitt bedeutet weniger Grundfutter vom eigenen Schlag, und zugekauftes Bio-Futter ist am österreichischen Markt knapp und teuer. Wer kein Kraftfutter einsetzt, kann die Lücke nicht über den Spotmarkt schließen. Die betriebswirtschaftliche Reaktion bleibt am Ende immer dieselbe: Bestand abbauen, Investitionen verschieben, Liquidität sichern.

Was Gäste und Höfe jetzt konkret tun sollten

Wer für die zweite Jahreshälfte oder das kommende Jahr einen Hofurlaub in Oberösterreich bucht, sollte den Dialog mit dem Betrieb suchen, nicht erst am Anreisetag. Drei Punkte zählen aktuell:

1. Tierbestand und Hofprogramm. Reduzierte Bestände verändern, welche Tiere am Hof sind und wie Stallführungen oder Mitmachangebote für Kinder ausfallen. Manche Programme werden kürzer oder umgestellt.

2. Produktpalette im Hofladen. Käse, Milch oder Fleisch aus eigener Erzeugung können in den nächsten Monaten knapper ausfallen. Wer auf hofeigene Produkte Wert legt, plant Wartezeiten oder Vorbestellungen ein.

3. Transparenz der Anbieter. Betriebe, die offen über Trockenfolgen, Anpassungen im Bewirtschaftungsplan und die aktuelle Versorgungslage informieren, sind derzeit die verlässlicheren Partner. Pauschale Zusagen ohne Substanz fallen schnell auf.

Für die Landwirte selbst gilt aus agrarökonomischer Sicht: Reserven nicht auf null fahren, auch wenn das kurzfristig wehtut. Wer jetzt zu viele Tiere abstößt, verliert Aufbauleistung, die später teuer zurückgekauft werden muss. Die Winterungen sollten so geplant werden, dass im nächsten Frühjahr Protein und Grundfutter wieder vom eigenen Schlag kommen – nicht aus dem zugekauften Bio-Sack.