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Auszeit auf Österreichs besten Bio-Höfen.

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Agrartourismus als Chance: Airbnb fördert neue Konzepte für landwirtschaftliche Betriebe

Wie die Plattform Airbnb gemeinsam mit der American Farmland Trust bekannt gibt, startet in den USA das neue „Farm to Stay" Grant Program.

Agrartourismus als Chance: Airbnb fördert neue Konzepte für landwirtschaftliche Betriebe

Landwirtinnen und Landwirte sollen dabei bis zu 10.000 US-Dollar pro Förderung erhalten, um Höfe für Übernachtungsgäste herzurichten oder neue Erlebnisse rund um Apfelernte, Weinverkostung oder Farm-to-Table-Abende aufzubauen. Was als US-Initiative beginnt, unterstreicht einen Trend, der auch für heimische Bio-Höfe längst spürbar ist: Agrartourismus wächst – und mit ihm die Lust der Gäste auf echte Hof-Erlebnisse jenseits des Standardzimmers.

Was das Programm konkret umfasst

Laut einem neuen Airbnb-Bericht haben US-Höfe auf der Plattform im Jahr 2025 rund 120 Millionen US-Dollar eingenommen, ein typischer Hof brachte seinen Gastgeberinnen und Gastgebern knapp 8.000 US-Dollar ein. Das Geld aus dem „Farm to Stay"-Programm kann sowohl für Renovierungen fließen, die Übernachtungsgäste willkommen heißen, als auch für den Start neuer Erlebnisse – von der Apfelernte über Weinverkostungen bis hin zu Mitmach-Workshops auf dem Feld. Ergänzend planen Airbnb und die American Farmland Trust gemeinsame Webinare, die Hofbetreiber Schritt für Schritt durch die Erstellung eines Inserats und den Empfang der ersten Gäste begleiten sollen.

Für Ashley Brucker, Senior Manager of Grantmaking beim Brighter Future Fund der American Farmland Trust, ist die Förderung ein wichtiges Standbein für eine Branche unter Druck: „Through the 'Farm to Stay' Grant, we'll give agricultural communities a critical foothold in a growing sector that can help bring stability and predictability to an industry facing serious headwinds." Jordi Torres Mallol, Regional Director Americas bei Airbnb, betont den konkreten Nutzen für Familienbetriebe: „A 'Farm to Stay' Grant can be what helps keep a family on their land through a bad season."

Was heißt das für Österreichs Höfe?

Ganz direkt profitieren heimische Betriebe nicht – die Förderung läuft über die American Farmland Trust und ist auf US-Farmen und Ranches zugeschnitten. Das Grundmuster kennen Sie aus unseren Hofbesuchen aber bestens: Wer einen Kräutergarten, eine Hofkäserei, ein paar Hochlandrinder und eine gute Geschichte hat, kann daraus heute ein eigenständiges Erlebnis basteln. Beobachten Sie, wie stark die Nachfrage gerade in Nordamerika zieht, liegt die Frage für Sie nahe, ob Ihr eigenes Angebot noch genug „Hof" mittransportiert oder schon Richtung Standardzimmer mit Frühstück gekippt ist. Die Erfahrung aus hunderten Übernachtungen auf Bio-Höfen zeigt: Weniger Doppelzimmer, mehr Mitmach-Stunden, mehr Hofhand zum Anfassen – das ist es, was Familien und gestresste Städterinnen wirklich buchen lässt.

Drei Fragen, die Sie sich als Gastgeber jetzt stellen sollten

Was macht Ihren Hof unverwechselbar – die Käserei, der alte Mostkeller, die Highland-Rinder am Teich? Welche Gästegruppe sprechen Sie an, Familien mit Matschhosen, Schulklassen, Genussurlauber? Und ganz praktisch: Wie sieht ein realistischer Halbtag bei Ihnen aus, vom Ankommen über Stallgeruch und Hofregeln bis zum Abschied mit einem Glas Apfelsaft in der Hand? Wer diese drei Punkte klar beantworten kann, hat gute Chancen, dass aus einem netten Inserat ein Hof wird, den Gäste wirklich weiterempfehlen.