Warum der irische Tourismus-Fonds ein Vorbild für oberösterreichische Bio-Höfe ist
Wie der Galway Advertiser berichtet, ruft Airbnb irische Organisationen zur letzten Bewerbungsrunde für den Rural Tourism Fund auf.

200.000 Euro stehen bereit, Bewerbungsschluss ist der 16. September 2026. Für unsere Leserinnen und Leser ist die Meldung aus Irland trotzdem spannend – sie zeigt, wohin die Reise im ländlichen Tourismus geht, und das kommt auch Oberösterreichs Bio-Höfen zugute.
Wofür Airbnb in Irland Geld in die Hand nimmt
Der Fonds richtet sich an Gemeinschaftsgruppen, kleine Betriebe und lokale Tourismusorganisationen in der Republik Irland. Gefördert werden Projekte in drei Kategorien: Outdoor & Activity, Heritage & Arts sowie Hospitality & Food. Als Partner hat Airbnb unter anderem die Historic Houses of Ireland und die Vintners' Federation of Ireland mit ins Boot geholt. Im ersten Jahr gingen 100.000 Euro an Vorhaben wie geführte Radtouren, dörfliche Kulturfeste, ein internationales Jazzfestival und Initiativen zur Ortsbildpflege. Velma Corcoran von Airbnb bringt es auf den Punkt: "Rural tourism is at the heart of what makes Ireland unique, and with the vast majority of Airbnb listings in Ireland located in rural destinations, we see first-hand the role it plays in supporting local communities."
Was das für Ihren nächsten Hofurlaub bedeutet
71 Prozent der irischen Airbnb-Buchungen spielen sich auf dem Land ab – Tendenz steigend. Wer schon einmal auf einem oberösterreichischen Bio-Hof zu Gast war, weiß: Diese Sehnsucht nach Echtheit ist hier längst Alltag. Stallgeruch statt Desinfektionsmittel-Duft, ein Hoffrühstück mit dem, was Kühe und Hühner heute Morgen geliefert haben, ein Hoferlebnis, das Kinder vom Bildschirm holt. Genau diese Mischung aus Natur, Tierkontakt und regionaler Küche suchen immer mehr Gäste – und die großen Buchungsplattformen reagieren darauf, indem sie gezielt in ländliche Strukturen investieren.
Worauf Sie bei der Hofsuche jetzt achten sollten
Wenn Sie für die nächste Familienauszeit oder das Städter-Wochenende stöbern, achten Sie gezielt auf Angebote, die mehr versprechen als nur ein Ferienhaus mit WLAN. Fragen Sie aktiv nach Hofführungen, Mitmachstationen für Kinder, Rad- oder Wandertouren ab Hof und Hofprodukten zum Mitnehmen. Genau diese Bausteine machen aus einem Bauernhof einen Erlebnisort – und genau dort fließt europaweit gerade das meiste Fördergeld hin. Wer seinen Hofurlaub bewusst als kleines Abenteuer plant, profitiert am meisten von diesem Trend.