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Auszeit auf Österreichs besten Bio-Höfen.

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Regenerative Landwirtschaft: Effizienzstrategien für Bio-Höfe und Tierhaltung

Pratt Feeders in Kansas behandelt regenerative Landwirtschaft nicht als Ackerbauphilosophie, sondern als Futtertier-Optimierung: General Manager Tom Fanning hat laut Oklahoma Farm Report im Podcast…

Regenerative Landwirtschaft: Effizienzstrategien für Bio-Höfe und Tierhaltung

Pratt Feeders in Kansas behandelt regenerative Landwirtschaft nicht als Ackerbauphilosophie, sondern als Futtertier-Optimierung: General Manager Tom Fanning hat laut Oklahoma Farm Report im Podcast „Angus at Work" vier Stellhebel benannt – Mist, Wasser, Tierperformance und Daten. Für österreichische Bio-Höfe ist das Beispiel nur bedingt übertragbar, weil es aus einem US-Feedlot mit Tausenden Tieren stammt. Die Logik dahinter – geschlossene Nährstoffkreisläufe, Wassereffizienz und geringerer Ressourcenverbrauch pro Kilogramm Zuwachs – passt jedoch direkt in den Betriebsalltag von Bio-Höfen mit eigener Tierhaltung und Ferienhausvermietung.

Vier Hebel, klar benannt

Fanning versteht regenerative Landwirtschaft in der Rinderproduktion als die Wiederherstellung und Verbesserung der natürlichen Ressourcen, von denen die Produktion abhängt – Boden, Wasser, Biodiversität und Ökosystemfunktion. Wirtschaftlichkeit bleibt dabei Voraussetzung, nicht Gegensatz. Am Feedlot skizziert er vier Bereiche, in denen Cash-Flow und Ökologie zusammenfallen: Wirtschaftsdünger-Management, Wassernutzung, Tiergesundheit und Leistung sowie Datentechnik. Wer auf einem Bio-Hof mit Pensionsvieh, Mast oder Direktvermarktung arbeitet, kann dieselbe Logik auf den eigenen Betrieb umlegen – auch wenn die Stückzahlen kleiner sind.

Der Kreislauf als betriebswirtschaftliche Größe

Mist fällt täglich an und wird bei Pratt teils als Güllwasser und Trockenmist auf eigene Flächen ausgebracht, teils an umliegende Landwirte als Düngerersatz abgegeben. Das senkt Mineraldüngerzukäufe und schafft zugleich einen Absatzmarkt für deren Ernteprodukte, die wiederum in den Feedlot zurückfließen. Fanning nennt das einen „closed loop". Zusätzlich betreibt Pratt Feeders Kompostieranlagen, in denen Mist vor der Ausbringung stabilisiert wird. Für österreichische Bio-Betriebe ist das weniger revolutionär als bestätigend: Die Kreislaufwirtschaft ist ohnehin Systemvoraussetzung – entscheidend ist, ob Mist und Gülle konsequent als Dünger mit Nährstoffwert geführt werden oder als Entsorgungsproblem.

Tiergesundheit schlägt Medikation

Fanning argumentiert klar: Gesündere Tiere fressen effizienter, die Morbidität sinkt, der Ressourcenverbrauch pro Pfund Zuwachs sinkt mit. Was im US-Feedlot Skaleneffekte bedeutet, schlägt am heimischen Pensionshof in Robustheit, Klauenpflege und Weidemanagement durch. Dazu kommt bei Pratt Feeders der Test von Sensortechnik, die Bewegung und Aktivität jedes Tieres erfasst. Ziel ist nicht Personalersatz, sondern Früherkennung: morgens eine Liste jener Buchten, die ein Mitarbeiter zuerst kontrolliert. Am Bio-Hof ist diese Logik einfacher umzusetzen als im Großbetrieb, weil ohnehin wenige Augen viele Tiere sehen.

Was bleibt für den eigenen Betrieb zu prüfen: Wie wird der eigene Wirtschaftsdünger bilanziert – als Reststoff oder als Dünger mit klarer Nährstoffzuordnung? Wo lässt sich Wasserverbrauch pro Tier ohne Leistungsverlust senken? Welche Daten – Klauenprotokoll, Gewichtskurve, Ausfälle – werden ohnehin schon erfasst, nur nicht ausgewertet? Regenerativ beginnt nicht mit der Pacht eines neuen Ackers, sondern mit der konsequenten Bewirtschaftung des eigenen Kreislaufs.