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Auszeit auf Österreichs besten Bio-Höfen.

Meldung

Klimafitte Landwirtschaft: Neue Strategien gegen Dürre im Mostlandl Hausruck

Die Region Mostlandl Hausruck in Oberösterreich hat ein neues LEADER-Projekt gestartet, das Betriebe auf Dürre, Starkregen und Bodenerosion vorbereiten soll.

Klimafitte Landwirtschaft: Neue Strategien gegen Dürre im Mostlandl Hausruck

LEADER-Projekt für klimafitte Landwirtschaft im Mostlandl Hausruck gestartet

Gleichzeitig vermeldet der Bezirk Horn in Niederösterreich massive Ernteausfälle durch die aktuelle Trockenheit. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Wer jetzt nicht in Resilienz investiert, zahlt in den kommenden Saisonen drauf.

Agroforst und Keyline Design: Zwei Werkzeuge gegen Trockenheit

Das Projekt „Klimafitte Landwirtschaft im Mostlandl Hausruck" konzentriert sich auf zwei Bewirtschaftungsformen. Agroforst kombiniert Bäume und Sträucher mit Ackerbau oder Tierhaltung. Die Gehölze fördern den Humusaufbau, verbessern die Bodenstruktur, schützen vor Wind und verringern die Verdunstung. Das Keyline Design orientiert die Wasserführung an natürlichen Geländelinien. Regenwasser versickert gezielter, wird im Boden gespeichert, Erosion sinkt. Das Projekt bietet Fachveranstaltungen, Exkursionen und Erfahrungsaustausch zwischen Landwirten. Die nächste Fachveranstaltung zum Keyline-System ist für den 5. November angesetzt. Informationen unter mostlandl-hausruck.at.

Dürre 2026: Praxis trifft Theorie

Die Dringlichkeit zeigt sich derzeit in Niederösterreich. Im Bezirk Horn führt die anhaltende Trockenheit zu Ernteausfällen, die Betriebe zwingen, Futterreserven vorzeitig anzugreifen. Landwirtschaftskammer und Bio Austria reagieren mit einem gemeinsamen Informations-Webinar am 13. August 2026. Das Angebot richtet sich an alle von der Dürre betroffenen Betriebe und bündelt Service- und Informationsangebote der Kammer.

Was das für Bio-Betriebe konkret bedeutet

Zwei Entwicklungen laufen parallel: Regionale Projekte wie jenes im Mostlandl Hausruck setzen auf langfristige Anpassung — Humusaufbau, Wasserrückhalt, Gehölzintegration. Gleichzeitig erfordert die aktuelle Dürre-Saison Sofortmaßnahmen: Futterbilanzen prüfen, Bewässerungsstrategien überdenken, Reserven kalkulieren. Für Bio-Betriebe, die ohnehin auf Bodenfruchtbarkeit und geschlossene Nährstoffkreisläufe setzen, sind Agroforstsysteme kein Fremdkörper. Sie passen in bestehende Fruchtfolgen. Die Herausforderung liegt in der Umstellung: Flächenverlust durch Baumstreifen, neue Maschinenführungswege, längere Amortisationszeiten. Wer einen Betrieb auf Klimafitte umstellen will, sollte die kommenden Wochen nutzen — die LEADER-Förderperiode läuft, und die Expertise vor Ort ist vorhanden. Die Trockenheit dieses Sommers belegt ohnehin, dass der Handlungsbedarf keine theoretische Übung mehr ist.