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Auszeit auf Österreichs besten Bio-Höfen.

Meldung

Vom Profisport zum Bio-Hof: Wie ein Kärntner Betrieb auf Direktvermarktung und Automatisierung setzt

Nach einem Interview auf MeinBezirk.at hat Johann Stefaner aus Treffen 2021 einen Bio-Milchbetrieb mit rund 40 Milchkühen und 75 bis 80 Tieren übernommen.

Vom Profisport zum Bio-Hof: Wie ein Kärntner Betrieb auf Direktvermarktung und Automatisierung setzt

Interview mit Bio-Bauern aus der Gemeinde Treffen: Tradition trifft Moderne

Der Standort liegt in Kärnten, das Geschäftsmodell ist für Oberösterreich trotzdem relevant: Kärntnermilch-Abnahme seit 1987, eigene Bio-Joghurt- und Bio-Speiseeis-Produktion seit 2021, automatische Melktechnik seit 2023.

Der Betrieb in Zahlen

40 Milchkühe, 75 bis 80 Tiere inklusive Nachzucht – das ist die Größenordnung, in der Stefaner seit der Hofübernahme 2021 wirtschaftet. Bio-Wiesenmilch wird nach Angaben des Portals seit 1987 produziert und an die Kärntnermilch geliefert. Ab 2021 kam die Direktvermarktung von Bio-Joghurt und Bio-Speiseeis hinzu – aufgebaut parallel zur Molkereilandschaft, nicht als Ersatz. 2023 wurde der Stall modernisiert und mit einem automatischen Melksystem ausgestattet. Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger verzichtet der Betrieb konsequent; Grünlandwirtschaft und geschlossene betriebliche Kreisläufe stehen im Mittelpunkt.

Familie als Produktivfaktor

Stefaner war Profi-Snowboarder, bevor er den Hof übernahm. Heute arbeiten der Bauer, seine Frau, die Eltern und der Schwiegervater auf dem Betrieb. Die Frau betreut nach Angaben des Portals das Angebot Urlaub am Bauernhof – ein zweites Standbein, das bei vielen Höfen über die reine Milchpreislogik hinaus entscheidend zur Wertschöpfung beiträgt. In der Erntezeit, so Stefaner im Interview, brauche es jede helfende Hand; die Familie funktioniere unter Druck verlässlicher als wechselnde externe Helfer. Seine Begründung für Bio: Er wolle Lebensmittel produzieren, hinter denen er selbst stehen könne.

Was bleibt für Oberösterreich

Treffen liegt in Kärnten, nicht zwischen Inn und Mühlviertel. Trotzdem liefert der Hof konkrete Bausteine, die für Bio-Betriebe in Oberösterreich mit Hofvermietung und Eventflächen relevant sind: die Kombination aus festem Molkerei-Abnehmer und eigener Produktlinie, die Mechanisierung des Melkens, die saubere Trennung zwischen Landwirtschaft und Gästebetreuung. Wer Milch liefert und parallel Joghurt oder Eis selbst vermarktet, sollte die Margenstruktur kennen, bevor der erste Becher das Hofladenregal verlässt – Verarbeitung, Kühlkette, Etikettierung und Vertrieb kosten Kapazität, die der reine Milchpreis nicht abdeckt. Urlaub am Bauernhof ist kein Nebenprodukt: Ohne klare Zuständigkeit versanden Gästebetreuung und Stallarbeit gegenseitig. Der Betrieb nimmt heuer am Kuhmarathon der Bio-Wiesenmilch teil – ein Format, bei dem Konsumenten direkt auf den Hof kommen und das auch kleinen oberösterreichischen Bio-Direktvermarktern Sichtbarkeit liefern kann.