NCNF 2026 to Strengthen Natural Farming Pathways for Sustainable and Self-Reliant Agriculture
Für 2026 kündigt die indische Regierungspressestelle PIB die Konferenz NCNF an – mit dem Ziel, natürliche Anbauverfahren als tragende Säule nachhaltiger und autarker Landwirtschaft zu etablieren.

NCNF 2026 rückt natürliche Anbauverfahren global in den Fokus
Parallel organisiert die FAO ein Side-Event zu entwaldungsfreien Wertschöpfungsketten mit Schwerpunkt auf Rückverfolgbarkeit, Klimafinanzierung und Land-Governance. Für oberösterreichische Bio-Betriebe zählt weniger das Format als die Stoßrichtung: Audit-Dichte und Dokumentationspflichten steigen, die Messlatte für Glaubwürdigkeit auch.
Was die FAO konkret auf den Tisch legt
Die Veranstaltungsbeschreibung benennt sechs Hebel: gestärkte Land-Governance, nachhaltige Produktionsmodelle, Rückverfolgbarkeits- und Transparenzsysteme, ergebnisbasierte Klimafinanzierung, verantwortungsvoller Rohstoffhandel und waldpositive Anreize. Vertreter aus Kolumbien, Australien, Mexiko und Japan tauschen Erfahrungen aus, primär aus dem Viehsektor – also genau jenem Bereich, in dem heimische Bio-Höfe mit Weidehaltung, Tierwohl und Regionalvermarktung punkten. Der gemeinsame Nenner: Produktivität und Marktzugang bleiben nur erhalten, wenn Lieferketten lückenlos dokumentiert sind.
Die FAO nutzt dafür ihren „Solutions-tree for Halting Deforestation", eine Methodik, die Politikberatung, Zertifizierung und Finanzierung miteinander verzahnt. Im Zentrum stehen integrierte Landschaftsansätze – also die gemeinsame Betrachtung von Acker, Grünland, Wald und Siedlungsfläche – sowie bessere Daten für politische Entscheidungen. Diskutiert wird auch, wie sich erfolgreiche Lösungen skalieren lassen: internationale Kooperation statt nationaler Alleingänge.
Was heimische Bio-Betriebe jetzt prüfen sollten
Entwaldungsfreie Lieferketten betreffen entlang der FAO-Argumentation vor allem Futtermittel, Verpackungsmaterial und Holz – klassische Zukaufpositionen für Hofläden, Ferienhausvermietung und Event-Locations. Wer heute schon weiß, woher Soja, Palmfett oder Holzpaletten stammen, ist im Vorteil, wenn Beschaffungsregeln verschärft werden. Erste Priorität: eine schriftliche Lieferantenerklärung je kritischer Position, ergänzt um eine einfache Chargenrückverfolgung im eigenen Lager. Das ist kein Zusatzaufwand, sondern Standardisierung, die in jede Hof-Zertifizierung ohnehin hineinläuft.
Wer Ferienwohnungen oder Events am Hof betreibt, sollte zudem die Beschaffung von Möbeln, Dekoration und Catering-Zutaten mitdenken. Eine einmal angelegte Lieferantenmatrix – Herkunft, Zertifikat, Menge – lässt sich später in jedes Audit einspeisen. Wer das jetzt strukturiert, erspart sich teure Nachbesserungen, wenn internationale Gäste oder Großhändler Nachweise verlangen.